Donnerstag, 30. Juni 2016
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Deutsch
Tag der Muttersprache
  • 2. Internationaler Tag der Muttersprache in Münster
  • Von 20.bis 29. Februar 2016

 

Die Gruppe "Wir sind Münster" organisiert zum zweiten mal der Tag de Muttersprache  in Münster. Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache wird in Zusammenarbeit mit Münsteraner Institutionen wie Stadtbücherei, WWU Münster und dem Cinema von 20. Februar bis 29. Februar 2016 ein umfangreiches Programm aus Lesungen in verschiedenen Sprachen, Theater, Filme etc. veranstaltet.

Das Programm setzt bewusst den Fokus auf Sprachen in Münster stark vertretener Migrantengruppen, damit es möglichst viele von diesem Thema unmittelbar betroffene Münsteranerinnen und Münsteraner mit Migrationsvorgeschichte erreicht und somit den interkulturellen Dialog zu aktuellen Diskussionsthemen wie Bedeutung der Muttersprache für den Spracherwerb und Mehrsprachigkeit bietet.

Am 21. Februar wird jährlich der Tag der Muttersprache gefeiert.  Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. Vor dem Hintergrund, dass gut die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht sind, hat sich die UNESCO zum einen die Förderung von Sprachen als Zeichen der kulturellen Identität der Sprechenden auf die Fahnen geschrieben, zum anderen geht es ihr auch um den Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt.

 

2. Internationaler Tag der Muttersprache in Münster

20. bis 29. Februar 2016

 

VORWORT


Eine wachsende Anzahl von Muttersprachen in Deutschland bereichert das verfügbare Wissen und die kulturelle Lebendigkeit unserer Gesellschaft. Genau wie alltagssprachliche Varianten und Dialekte des Deutschen schaffen sie als „Sprachen der Nähe“ kommunikative Geborgenheit, stärken die Identität ihrer Sprecher und helfen ihnen, mit der eigenen sprachlichen und kulturellen Geschichte in Verbindung zu bleiben. Dass nicht allen Muttersprachen dieselbe Anerkennung und Wertschätzung entgegengebracht wird, ist umso bedauerlicher, als wir inzwischen wissen, dass von außen erzwungene Brüche in der sprachlichen (Familien-)biographie auch die Möglichkeit beeinträchtigen, sich selbstbewusst weitere Sprachen anzueignen – und auf eine von allen geteilte Gemeinschaftssprache ist eine sprachlich heterogene moderne Gesellschaft natürlich dringend angewiesen, nicht nur für die Interaktion im Alltag, sondern auch als ausgebaute Schriftsprache.

 

Muttersprachen bieten jedoch nicht nur ein Fundament für die weitere sprachliche Entwicklung. Leider eignen sich Sprachen (Deutsch genauso wie alle anderen Sprachen und Dialekte) gerade, wenn sie als Muttersprache gesprochen werden, auch dazu, sich als Gruppe abzugrenzen und Sprecher anderer Muttersprachen als nicht dazugehörig auszuschließen. Da ist es wirklich ein Glück, dass die menschliche Sprachfähigkeit nicht auf Einsprachigkeit beschränkt ist! Am Internationalen Tag der Muttersprache sollten wir deshalb darauf achten, dass nicht ein engstirniges Pochen auf (mutter-)sprachliche Gruppenzugehörigkeit, sondern die Förderung von Mehrsprachigkeit im Vordergrund steht. Nur so können die Sprecher verschiedener Muttersprachen zu den Brückenbauern und Kulturmittlern werden, die wir so dringend brauchen.


Prof. Dr. Christine Dimroth

Leiterin des Centrums für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb

Westfälische Wilhelms-Universität Münster Germanistisches Institut

 

PROGRAMM


Deutsch-türkische Kinderlesung

Samstag, 20.02.2016, 11:00 Uhr

Ort: Stadtbücherei Münster/Kinderbücherei, Alter Steinweg 11, Münster | Eintritt frei

Buch: „Was Besonderes“ von Lena Hesse
„Paul, die Fliege, kann eine Menge Kunststücke und ist davon überzeugt, dass er etwas ganz besonderes ist. Als die Schildkröte Martha keine Lust mehr hat, ihm zuzusehen, merkt Paul plötzlich, dass es manchmal auch auf andere Dinge ankommt.“ Murat Topbaş, der Autor vom Kinderbuch „Mete und Mika“ und die Logopädin Annette Frieling von der Beratungsstelle Frühe Hilfen der Stadt Münster, zeigen das Bilderbuchkino „Was Besonderes“ und lesen die Geschichte auf Türkisch und auf Deutsch. Im Anschluss findet für alle Kinder eine Bastelaktion statt. Egal ob Deutsch oder Türkisch, alle Kinder ab 4 Jahren und ihre Eltern sind herzlich eingeladen, sich die lustige Geschichte anzuhören.

 

Film

Sonntag, 21.02.2016, 17:00 Uhr

Ort: Cinema, Warendorferstr. 45, Münster | Eintritt: 8,00 €, 6,50 € (ermäßigt)

Der Sohn der Anderen (franz./ engl./ arab./ hebr. OmU)

Als Joseph in die israelische Armee eintritt, um seinen Militärdienst zu absolvieren, erfährt er, dass er nicht der biologische Sohn seiner Eltern ist. Er wurde bei seiner Geburt mit Yacine, dem Sohn einer palästinensischen Familie aus dem Westjordanland verwechselt. Das Leben der beiden Familien ist durch diese Entdeckung auf einen Schlag in Frage gestellt. Sie müssen ihre Identität, ihre Überzeugungen und ihre Feindbilder hinterfragen. „Regisseurin Lorraine Lévy drehte den Film in vier Sprachen (Hebräisch, Arabisch, Französisch und Englisch), die eine wichtige Rolle in dem Film spielen“ (zenit.org).

 

 

Lesung

Dienstag, 23.02.2016 , 10:15 Uhr

Ort: Münsterlandschule, LWL- Förderschule, Bröderichweg 45, Münster | Eintritt frei

Lesung in Deutscher Gebärdensprache

Die Schülerinnen und Schüler sowie einige Lehrkräfte der Münsterlandschule machen folgende Angebote: • Es werden verschiedene Tiere gebärdet, die erraten werden müssen. Die Lösungen dazu werden anhand von Bildern gezeigt. • Geboten wird auch eine kurze Lesung für Kinder in Deutscher Gebärdensprache. • Man kann im Rahmen einer Mitmach-Aktion das Deutsche Fingeralphabet auf eine Postkarte stempeln. Die Postkarte darf natürlich mitgenommen werden. • Außerdem sind Informationen und Materialien zur Deutschen Gebärdensprache ausgestellt.

 

 

Theateraufführung

Mittwoch, 24.02.2016, 10:00 Uhr

Ort: Eichendorffschule, Eichendorffstraße 36, Münster Eintritt frei

Theateraufführung der Kindergeschichte „Tschiep“ von Martin Baltscheit

„Tschiep“, so sagt ein kleiner Vogel, der aus dem Nest fällt. „Quak“, antworten die Frösche aus dem Teich. Der Vogel versteht die Frösche nicht, die Frösche nicht den Vogel. Da macht der kleine Vogel etwas Verrücktes und sagt einfach „quak“. Na so was? Das hat man hier noch nicht erlebt. Wie ein kleiner Vogel sich zu einem Fremdsprachengenie entwickelt, erzählt die Geschichte „Tschiep“ von Martin Baltscheit, die er dem mehrsprachigen Vorleseprojekt Mulingula gewidmet hat. Unter der Regie der Theaterpädagogin Franziska Lutz setzen die Mulingula-Kinder der Eichendorffschule die Geschichte in Szene. Da die kleinen Schauspieler auch Mehrsprachentalente sind, wird man einiges auf Russisch, Arabisch und Tamil zu hören bekommen. Regie: Franziska Lutz

 

 

Deutsch-spanische Lesung

Donnerstag, 25.02.2016, 19:00 Uhr

Ort: Upla Konferenzraum, Verspoel 7-8, Münster | Eintritt frei

Eine Reise durch Peru in Kurzgeschichten
Aus Werken von bekannten peruanischen Autoren wie Cesar Vallejo, José María Arguedas, Alfredo Bryce Echenique und anderen wird der Vorstand von Upla e.V. (Felix Manrique Barrera und Christina Meyer-Braak) Kurzgeschichten lesen. Es geht um das Leben in der Stadt und auf dem Land, um verschiedene ethnische Gruppen, um Armut und Reichtum – am Ende werden alle Zuhörer Peru näher gekommen sein.

 

 

Deutsch-bulgarische Kinderlesung

Samstag, 27.02.2016, 11:00 Uhr

Ort: Stadtbücherei Münster/Kinderbücherei, Alter Steinweg 11, Münster | Eintritt frei „Rotkäppchen“

Die Deutsch-Bulgarische Elterninitiative „Jan Bibijan“ e.V. und LehrerInnen und SchülerInnen des bulgarischen Muttersprachlichen Unterrichts der bulgarischen Schule Münster werden das Märchen „Rotkäppchen“ der Gebrüder Grimm in bulgarischer und deutscher Sprache vorlesen. Im Nachgang an die Lesung wird das bulgarische Alphabet vorgestellt. Mit kyrillischen und den korrespondierenden lateinischen Buchstaben werden Namensschilder für die Kinder als Erinnerung zum Mitnehmen erstellt.

 

 

Theateraufführung

Samstag, 27.02.2016, 14:00 Uhr

Ort: Fabi Münster, Friedrichstr. 10, Münster | Eintritt frei

Wer kann die ewig weinende Zarentochter zum Lachen bringen?

In einem Land, das von dem guten Zaren Erbse dem 1. regiert wird, gibt es kein Leid und Elend. Alle Untertanen sind glücklich und zufrieden. Es gibt nur ein Problem, das dem gutmütigen Zaren die Kopfschmerzen bereitet: Sein eigenes Kind, die ewig weinende Zarentochter. Derjenige, der sie zum lachen bringt, darf als Belohnung die schöne Zarentochter heiraten und das halbe Königreich erben. Ob dies auch einem gelingt, bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis! KaRUSSell ist ein deutsch-russisches Projekt in Münster mit einem alternativen pädagogischen Programm im Bereich der vorschulischen und schulischen Erziehung und Bildung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Das Projekt unterstützt die Erhaltung der Muttersprache und des russischen Kulturgutes und fördert die frühe Mehrsprachigkeit.

 

 

Film

Montag, 29.02.2016, 21:00 Uhr

Ort: Cinema, Warendorferstr. 45, Münster | Eintritt: 8,00 €, 6,50 € (ermäßigt)

Sumé - The Sound of a Revolution (grönl./dän. OmU)

Songs in Muttersprache als Soundtrack einer nationalen Unabhängigkeitsbewegung: 1972, als Popmusik noch die Welt verändern konnte, gründet sich die Rockband Sumé, deren auf grönländisch eingesungenes Debütalbum in ihrer Heimat eine kulturelle Revolution sondergleichen auslöst: Grönlands Kampf um Unabhängigkeit von Dänemark beginnt auf Vinyl. Ein faszinierender Dokumentarfilm mit grandiosen Landschaftsaufnahmen über ein hierzulande kaum bekanntes Kapitel nordischer Popkultur, europäisch und exotisch zugleich.

 

 

Veranstalter:

 

Wir sind Münster

Arbeitskreis Tag der Muttersprache

Verspoel 7-8

48143 Münster

 

Beata Arabasz:

Tel: 0176 – 27167894

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Felix Manrique:

Tel: 0179 - 5120639

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